Einsatz für digitale Bildung – eine Idee beginnt zu fliegen

Das bundesweit einmalige IT-Infrastrukturprojekt Digitales Bildungsnetz Bayern stellt Erfahrungen aus einem Jahr Praxis- und Machbarkeitsnachweis (Proof of Concept) vor.

München, 25. Februar 2013.
„Wir leisten mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt Digitales Bildungsnetz Bayern Pionierarbeit auf hohem Niveau.“ Das sagte Staatssekretär Franz Josef Pschierer, ehemaliger IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung, bei einem Diskussionsforum, bei dem die teilnehmenden Schulen und das Projektbüro über ihre bisherigen Erfahrungen und den Nutzen dieses Vorhabens berichteten.

Im Kern wird in diesem Vorhaben eine effiziente, qualitativ hochwertige und sichere IT-Infrastruktur für die Schulen entwickelt und erprobt – einschließlich der damit einhergehenden Management- und IT-Serviceleistungen. Zugleich wird die Ausbaufähigkeit für eine mögliche Umsetzung in der Fläche eruiert. Zukünftige Innovationen werden dabei bereits berücksichtigt. Das Vorhaben wurde vom damaligen IT-Beauftragen der Bayerischen Staatsregierung gemeinsam mit dem Wirtschaftspartner Fujitsu in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus initiiert.

Moderne Technologie als Basis für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien
Digitale Medien ziehen verstärkt in den Unterricht ein, vor allem, wenn den Lehrkräften der pädagogische Mehrwert deutlich wird und sie von technischen Aufgaben entlastet werden. Das „Digitale Bildungsnetz Bayern“ soll hierfür die Infrastrukturbasis legen. Das Konzept wurde von den Projektpartnern entwickelt und in einem Machbarkeitsnachweis (Proof-of-Concept, PoC) in den vergangenen zwölf Monaten an den sechs Schulen Sonderpädagogisches Förderzentrum Viechtach, Comenius Volksschule Buchloe, Mittelschule Neunburg vorm Wald, Realschule Arnstorf, Gymnasium bei St. Anna Augsburg und dem Gymnasium Veitshöchheim auf seine Machbarkeit hin analysiert und im Praxistest weiter entwickelt und optimiert.

Hohe Verfügbarkeit, Sicherheit und einfache Bedienung
Dabei steht der konkrete Nutzen im Vordergrund. So haben die beteiligten Lehrer in den vergangenen Monaten die leicht zu bedienende und effiziente Technologie sehr zu schätzen gelernt. Zudem werden sie von administrativen Tätigkeiten entlastet und können auf eine hohe Verfügbarkeit der IT und einen schnellen Support vertrauen. Schüler und Lehrer erhalten mit dem DBB einen einfachen Zugang zu zentral bereitgestellten digitalen Medien und Lerninhalten, etwa zu dem vom Kultusministerium im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Digitales Lernen Bayern“ aufgebauten Angebote von „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“. Die Infrastruktur lässt sich sehr flexibel und bedarfsgerecht auf die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Schulen zuschneiden. Individuelle Besonderheiten von Schulart, Schulgröße und bestehender Breitbandanbindung können berücksichtigt werden. Das Konzept ist hersteller- und betriebssystemneutral. Schüler können somit ihre eigenen Tablet-PCs oder Notebooks im Unterricht oder auch von zu Hause aus nutzen, weil sie sicher in die Schulumgebung eingebunden werden können.

„Proof of Concept“ als erster Meilenstein
Das Konzept des „Digitalen Bildungsnetz Bayern“ wird aktuell in der Praxis erprobt: Die Erfahrungen der teilnehmenden Schulen fließen dabei direkt in die Weiterentwicklung des Vorhabens ein. Da auch eine zentrale IT-Infrastruktur für Schulen unterschiedlichste päda-gogische Ansätze und Anforderungen an digitales Lernen unterstützen muss, wurde bei der Auswahl der Schulen für den „Proof of Concept“ darauf geachtet, alle Schulformen einzubeziehen. Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat deswegen das ganze Schulspektrum in das Projekt eingebunden - von der Grund- über die Förder-, Mittel- und Realschule bis hin zum Gymnasium. „Wir beobachten schon jetzt eine höhere Motivation bei allen Beteiligten und freuen uns über die vielen neuen methodischen Impulse“, erläutert beispielsweise Peter Schwertschlager, Schulleiter des Gymnasiums bei St. Anna, Augsburg.

Digitale Unterstützung im Schulalltag
Mit den technischen Lösungen des DBB können Lehrer auf eine flexible Infrastrukturbasis zurückgreifen, um ihren Unterricht sehr effizient digital vorbereiten zu können. Zudem lassen sich die Computer der Schüler im Klassenraum sicher und mit geringem Aufwand steuern. Weiterer Nutzen: Lehrer werden von der Administration und Wartung der verwendeten Computer, Laptops oder Tablet PCs entlastet und können sich auf die didaktischen Inhalte konzentrieren. Nicht zuletzt gewährleistet die  IT-Infrastruktur einen hohen Grad an Schutz und Sicherheit (Virenschutz, Datenschutz, Zugriffsrechte).

O-Töne:
Staatssekretär Franz Josef Pschierer, damaliger Beauftragter für Informations- und Kommunikationstechnik der Bayerischen Staatsregierung
„Wir leisten mit dem „Digitalen Bildungsnetz Bayern“ Pionierarbeit. Dass die Rückmeldungen der Proof-of-Concept-Schulen so positiv und konstruktiv sind, freut mich sehr. Es zeigt mir, dass die Idee dieses Vorhabens richtig ist: Qualitativ hochwertige Bildung braucht eine intelligente Basis und muss auf breiten Füßen stehen. Dafür steht das Digitale Bildungsnetz Bayern. Und damit setzen wir bundesweit und darüber hinaus Zeichen.“

Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
„Digitale Medien gehören heute zur Lebenswirklichkeit junger Menschen. Wir müssen ihnen Hilfestellungen geben, damit sie mit dem rasanten Zuwachs an Wissen und an technischen Möglichkeiten sicher umgehen können. Deshalb haben wir im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Digitales Lernen Bayern“ zentrale pädagogische Angebote aufgebaut, um die Medienkompetenz an bayerischen Schulen zu stärken. Diese Angebote für Lehrkräfte und Schüler sind unter dem Dach „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ zu finden.“

Andreas Kleinknecht, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Auftraggeber und Mitglied der Geschäftsleitung von Fujitsu
„IT ist kein Selbstzweck sondern muss einen konkreten Nutzen stiften. Wir waren von Beginn an vom Projekt „Digitales Bildungsnetz Bayern“ begeistert. Denn bei diesem Vorhaben können wir mit intelligenten IT-Werkzeugen und einer überzeugenden Projektarbeit einen Beitrag dafür leisten, dass Bayern sein im internationalen Vergleich hohes Bildungsniveau mit dem Einsatz neuer Medien und Technologien nachhaltig sichern und ausbauen kann.“

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Pressekontakt:
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Tel.: +49 (0)176 1042 4180
Jochen.michels@ts.fujitsu.com

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